Wie beim Fußball gibt es auch beim Karneval verschiedene Ligen. Jede Liga präsentiert sich an bestimmten Tagen. Am Aschermittwoch entscheidet schließlich eine Jury, welche Schule gewinnt, und am darauffolgenden Samstag ziehen die sechs besten Sambaschulen erneut durchs Sambódromo.
Legendär sind die pompösen Aufbauten und fantasievollen Kostüme der Tänzer beim Umzug. Eine Jury bewertet die Umzüge nach Kriterien wie Originalität, Gesang, Motto und Harmonie von Trommlern und natürlich dem Samba der Tänzerinnen. Die Sieger-Schule wird in Brasilien wie ein Fußballmeister gefeiert.

Schauplatz: Sambódromo in Rio de Janeiro
Das Herz jeder Schule bilden tausende Trommler, die Baterias. Sie tragen den Rhythmus beim 90-minütigen Umzug durch das Sambódromo.
Vor den Trommlern tanzt deren "Königin", häufig eine Berühmtheit. Das Model Viviane Araujo war so oft Königin der Trommler, dass sie 2013 von einem der bedeutendsten Karnevalsverbände zur "Königin der Königinnen" ernannt wurde.
2013 stellte die Sambaschule Unidos da Tijuca ihre Tänzer auf riesige Biergläser und zeigte so, was sie sich unter Deutschland vorstellte. Zum Sieg reichte das aber nicht: Sie wurde Dritter.

Sambatänzer auf überdimensionalen Biergläsern
Der eigentliche Karneval in Brasilien findet auf der Straße statt. Bei sommerlichen Temperaturen ziehen die Menschen Lastwagen mit Bühnenaufbauten hinter sich her, aus denen Musik dröhnt.
Die Open-Air-Party im brasilianischen Hochsommer zieht jedes Jahr fast eine Million Touristen an. Erfunden wurde der Straßenkarneval in Salvador da Bahia, der drittgrößten Stadt Brasiliens.
(Erstveröffentlichung 2016. Letzte Aktualisierung 29.10.2021)
Quelle: WDR