Wetterphänomene

Wie entsteht unser Wetter?

Von Andreas Kohler

Wie entsteht unser Wetter?

neuneinhalb – für dich mittendrin 02.09.2023 01:42 Min. UT Verfügbar bis 02.09.2028 Das Erste

Der Motor des Wetters ist die Sonne: Sie lässt Wasser verdunsten und reguliert so den Feuchtigkeitsgehalt der Luft. Sie erwärmt die Ozeane und Kontinente und lässt dadurch gewaltige Luftmassen aufsteigen. Gebiete mit hohem und niedrigem Luftdruck entstehen und Winde, die den Druckunterschied in diesen Systemen ausgleichen.

Bestimmt wird unser Wetter von

  • der Temperatur
  • dem Luftdruck
  • der Luftfeuchte
  • und der jeweiligen Beschaffenheit der Erdoberfläche.

Wie dieses Zusammenspiel funktioniert, hat uns erst die moderne Meteorologie gezeigt mit ihren physikalischen und chemischen Grundlagen.

Für langfristige Aussagen, also Prognosen für das Klima und seine Entwicklung (als Klima gilt über einen langen Zeitraum gemitteltes Wetter – meist etwa 30 Jahre) fehlt es immer noch an Daten und noch genaueren Erkenntnissen über die komplexen Zusammenhänge in der Erdatmosphäre.

Klar ist, dass die Topografie der Erde ebenso zum Wettergeschehen beiträgt wie die Ozeane – zum Beispiel in den Gebirgen, die die feuchten Luftmassen zum Ausweichen nach oben zwingen und diese kondensieren. In den Ozeanen entstehen durch die unterschiedlichen Temperaturen und Dichteunterschiede des von der Sonne erwärmten Wassers gigantische Strömungssysteme. Wegen des Golfstroms etwa ist es in Nordeuropa bis zu zehn Grad wärmer als normalerweise in diesen Breitengraden.

Eine von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) herausgegebene künstlerische Darstellung zeigt unser Sonnensystem mit der Sonne (l.) und den Planeten (nicht in korrektem relativen Abstand wiedergegeben): Merkur, Venus, Erde, Mars, den Asteroiden Ceres, und die Planeten Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto, dessen Mond Charon und 2003 UB313 (v.l.), ein Objekt des Kuiperguertels, das nur unwesentlich größer ist als Pluto und von der NASA und vielen Medien bereits als 'Zehnter Planet' bezeichnet wurde.

Die riesige Sonne ist der Motor des Wettergeschehens

(Erstveröffentlichung 2007. Letzte Aktualisierung 19.03.2020)

Quelle: SWR

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